Hungerhilfe des LMW kommt an!

Menschen im Norden Tansanias brauchen weiterhin Unterstützung

Seit Anfang 2008 betreuen Ruth und Dieter Dietzold das Evangelistenzentrum Oldonyo Sambu in der Diözese in der Arusha-Region im Norden Tansanias. Monate mussten sie mit ansehen, wie die Trockenheit immer mehr zunahm. Durch das Ausbleiben der Regenzeit fiel die Saat und damit auch die Ernte aus. Tausende Menschen gerieten in eine Hungersnot. Die Tiere verendeten. In Zusammenarbeit mit der Partnerkirche wurden Notfallpläne erarbeitet, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden. Für viele Familien wird so das Überleben gesichert. Doch die Hilfe muss weitergehen.

Die Maishilfe überbrückt nach Aussage der tansanischen Partnerkirche nur einen kurzen Zeitraum von etwa sechs Wochen. In einigen Gebieten hat es zwar mittlerweile geregnet, aber selbst bei günstiger Witterung könne erst im nächsten Jahr mit einer Ernte gerechnet werden.

Pfarrer Dieter Dietzold berichtet von den Hilfsaktionen:

WARTEN!!!
Fünf Stunden hielten die etwa 150 Massaifrauen auf dem Gelände der Evangelistenausbildungsstätte in Oldonyo Sambu am Fuße des Mount Meru im Norden Tansanias Ausschau nach dem LKW mit der versprochenen Maishilfe.
Endlich war es soweit!
Fünf Tonnen Maismehl aus Arusha standen zur Verfügung, die zum Teil an die Frauen verteilt wurden. Der Ortspfarrer sprach ein Gebet. Anschließend erklärte Pfarrer Dieter Dietzold, woher die Hilfe kam. Jubel auf afrikanische Weise ertönte. Die Evangelisten (Gemeindeleiter) standen mit Namenslisten bereit, um je zehn Kilogramm Maismehl an die Einzelnen zu vergeben.
Die Freude war riesengroß! Ältere Frauen brachten ihre Enkelkinder mit, die ihnen beim Tragen halfen.
In Tansania sind die Frauen für die Versorgung der Familie mit Nahrung zuständig. Die Männer hüten das Vieh. Während der Dürre ziehen sie in weit entfernte Gebiete auf der Suche nach Weidemöglichkeiten.
Am 7. Dezember begann die nächste Verteilaktion. Die Helfer fuhren in sehr weit entlegene Dörfer (Gemeinden), z. B. in die Gemeinde Marti. Dort wurden wir mit Gesang empfangen. Eine der Frauen erschien in ihrem Festschmuck, denn für sie, wie für alle anderen, war es ein Festtag. "Ohne Ausnahme berichteten mir die Menschen, wie sehr sich ihr Alltag durch die lange Trockenheit veränderte.", so Dieter Dietzld.
Zehn Kilogramm Maismehl reichen für etwa zehn Tage. "Sind wir sehr sparsam, können wir drei Wochen davon leben.", erzählte eine der Frauen. Zehn Kilogramm Maismehl mit Transportkosten kosten 6.000 Tansanische Schilling (3,20 Euro). Dieser Betrag ist für Menschen, die wenig oder nichts verdienen, nur schwer aufzubringen. Der Verdienst einer Tagelöhnerin beträgt 2.000 TSh am Tag. Durch die anhaltende Trockenheit fanden die Frauen sehr selten Arbeit.
Diese Frau berichtete Dieter Dietzold, dass sie ein kleines Feld, Schafe und Ziegen besitzt. Durch die Trockenheit verlor sie einen Teil ihrer Tiere und zum Ernten gab es natürlich auch nichts.
"Wovon lebst du und deine Kinder?", fragte sie unser Mitarbeiter. "Freunde bringen uns manchmal etwas vorbei und das muss für uns alle reichen. Hunger gehört zu unserem Alltag. Hin und wieder arbeite ich als Tagelöhnerin auf Feldern. Von meinen Mann erhalte ich keine Hilfe, denn er ist schon sehr alt."

Spendeneingänge und Zuschüsse der Landeskirchen für die Hungerhilfe Tansania

Stand 22.12.09

Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens:   10.000 Euro für die Norddiözese
Evangelische Kirche in Mitteldeutschland: 10.000 Euro für Diözese in der Arusha-Region
Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs: 15.000 Euro für Pare-Diözese
Kirchgemeinden und Privatspender: 28.668,24 Euro
Insgesamt: 63.668,24 Euro

Wir bitten weiterhin um Ihre finanzielle Unterstützung, um die Hungersnot in Tansania lindern zu helfen.

Ihr Spende überweisen Sie bitte mit Angabe der Aktionsnummer auf das Konto des LMW

Konto: 100 870 029
Landeskirchliche Kredit-Genossenschaft eG
BLZ: 850 951 64

Aktionsnummer: 02 09 08 7, Stichwort: Hunger in Tansania

Ihr Ansprechpartner

Pfarrer Tilman Krause
Tansania-Referat
Tel.: (0049)-(0)341-99 406-42
Fax: (0049)-(0)341-99 406-90
E-Mail: tilman.krause@lmw-mission.de