175-jähriges Jubiläum

Erste Missionare gingen 1838 nach Südaustralien

Clamor Schürmann und Christian Gottlob Teichelmann wurden als erste Missionare der Dresdener Mission nach Südaustralien ausgesendet. Ihre Ordination und Entsendung jährt sich im Februar 2013 zum 175. Mal. In Australien haben es die beiden, gemeinsam mit ihren Kollegen Samuel Klose und Eduard Meyer, zu einiger Berühmtheit gebracht. Dank ihrer Grammatiken und Wörterbücher wurden ausgestorbene Aboriginessprachen wiederbelebt.

Am 4. Februar vor 175 Jahren wurden Christian Gottlob Teichelmann (1807-1888, gebürtig in Dahme/Mark Brandenburg) und Clamor W. Schürmann (1815-1893, aus Schledehausen bei Osnabrück) in einem Gottesdienst in der St. Bartholomäikirche zu Altenburg ordiniert. Dies war ein bedeutendes Ereignis in der Stadt unter reger Teilnahme unter anderem von „Zuhörern aus allen Ständen … und … der sämtlichen Glieder der hohen Landesherrschaft“. 

Zuvor hatten die beiden in einer „mehrtägigen schriftlichen und mündlichen Prüfung sich über ihre theologischen Kenntnisse und ihre Lehrfähigkeit befriedigend ausgewiesen“ (Dr. Hesekiel, Herzoglich Sächsischer Generalsuperintendent).

In der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Waisenhauskirche in Dresden wurden sie am 8. Februar 1838 in der monatlichen Missionsstunde ausgesendet: Teichelmann und Schürmann erhielten den Auftrag, bei den Aborigines in Südaustralien tätig zu werden. Ihrer akribischen Forschungsarbeit ist es zu verdanken, dass heute mithilfe der von ihnen erstellten Wörterbücher und Grammatiken australische Wissenschaftler Aboriginesprachen wieder zum Leben erwecken können.

Phil Mercer, BBC News, Sydney, schreibt am 22. Januar: “It has been a painstaking piece of detective work that owes an immense debt to two Germans, Christian Teichelmann and Clamor Schurmann.” („Es war eine akribische Detektivarbeit, die zwei Deutschen geschuldet ist, Christian Teichelmann und Clamor Schürmann.“)

Wer mehr über ihre Arbeit erfahren möchte, ist herzlich zum Vortragsabend am 8. Februar um 19 Uhr eingeladen.

 

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