Faszination in Schwarz-Weiß

Faszination in Schwarz-Weiß

Historische Fotos aus dem Bildarchiv der Leipziger Mission

Es ist bis heute unter Missionaren eine gute Tradition geblieben, nicht nur über ihre eigene Arbeit in die Heimat zu berichten, sondern auch Zeugnisse der Kultur zu sammeln und das Alltagsleben im Bild festzuhalten. Das Archiv des Leipziger Missionswerkes bietet einzigartige und vielseitige Möglichkeiten, das Problem des Kulturtransfers und der gegenseitigen Wahrnehmung von Europäern und Indern über drei Jahrhunderte hinweg zu studieren.

Besonders wertvoll ist das Bildmaterial - Aquarelle, Zeichnungen, Kartenskizzen, etwa 20.000 historische Fotos, Glasnegative, Planfilme, Dias, Postkarten, Druckmusterbögen, Andrucke und Druckstöcke, 175 Tonbänder und Filme, Architekturzeichnungen und Karten. Rund 3.000 dieser Fotos aus Indien stammen aus der Zeit zwischen 1850 und 1930. Heute gelten sie als Quellen von besonderem ethnologischen und religionsgeschichtlichen Wert. Sie dokumentieren viele Dinge aus dem indischen Alltag, die man so oft gar nicht mehr beobachten kann, und bewahren sie so vor dem Vergessen.

Zu Beginn des Jahres 2003 hat daher eine Gruppe von Studierenden des Instituts für Indologie der Universität Leipzig in eigener Initiative, außerhalb des universitären Lehrprogramms und ohne finanzielle oder sonstige Förderung durch die Universität oder eine andere Institution, die Katalogisierung und Digitalisierung dieser historisch wertvollen Fotos in Angriff genommen. Anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der protestantischen Mission in Indien 2006 stellten sie mit der Ausstellung "Faszination in Schwarz-Weiß. Historische Indienfotos aus dem Bildarchiv des Leipziger Missionswerkes" die Ergebnisse ihres Projekts vor.

Sie besteht aus 30 gerahmten Drucken im Format 70 x 100 Zentimeter. Für Selbstabholer stehen sie in transportablen Holzkisten zur Ausleihe bereit.

Eine Dokumentation der Ausstellung als Broschüre ist über das Leipziger Missionswerk zum Preis von 12 Euro erhältlich.

 

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