Brasilien

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Die Zusammenarbeit der Leipziger Mission und der Neuendettelsauer Mission führte im Jahr 1954 zu einer erstmaligen Entsendung von Seminaristen nach Brasilien.

Die ersten beiden Kandidaten, Kurt Hendrich und Wolf-Dieter Lein, wurden vor ihrer Ausreise nach Brasilien in Neuendettelsau auf die Zeit in Südamerika vorbereitet. Zunächst galt es, das Vikariat zu absolvieren und sich das Portugiesisch Brasiliens anzueignen.

In den folgenden Jahren wurden pro Jahr je zwei Missionare von Leipzig aus nach Brasilien entsandt – 1956 Christoph Jahn und Wilhelm Jordan, im Jahre 1957 Arthur Wiedmann und Hans Bauer. Diese Entsendungen, die in Zusammenarbeit mit dem Kirchlichen Außenamt der EKD erfolgten, ließen die Hoffnung keimen, Brasilien würde ein neuer Schwerpunkt der Leipziger Mission.
Vor Ort, also in Brasilien, wuchs aus dem Bund der brasilianischen evangelischen Synoden die Evangelische Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (EKLBB). Diese war lange Zeit die größte protestantische Kirche Lateinamerikas.

Auf den ersten Blick sind kaum Spuren der Leipziger Missionare in der Brasilianischen Kirche zu entdecken. Genaueres Hinsehen zeigt „Pioniertätigkeit“, um brasilianisches Hinterland kirchlich/sozial/missionarisch zu erschließen – dies äußerte sich in Entwicklungsprojekten, der Ausbildung von „Laien“ zur Mitarbeit, dem Bau und Unterhalt von Schulen und Kirchen/Pfarreien,….

Trotz aller Tätigkeiten wurde Brasilien kein eigenes Arbeitsgebiet innerhalb der Leipziger Mission. Die Hauptverantwortung bezüglich der Beziehungen nach Brasilien oblag der EKD. Weiterhin brach nach nur wenigen Jahren die Möglichkeit, Seminaristen von Leipzig aus nach Brasilien zu entsenden, ab.