Alwin Gehring

geb.1853 , gest.1936

Alwin Gehring wurde am 9. Februar 1853 in Scheibe in Thüringen geboren. Er studierte an der Leipziger Universität.

Am 22. Februar wurde er zusammen mit Pamperin und Kabis in Rudolstadt ordiniert, am 23. Mai 1877 wurden die drei zusammen mit Zietzschmann nach Indien abgeordnet. Dort vertrat er kurze Zeit den Missionar in Madras (heute Chennai) und half Missionar Wannske in Mayavaram (heute Mayiladuthurai).

Gehring übernahm Anfang 1879 Kumbakonam und erhielt Ende des Jahres auch Yerkaud. Er heiratete am 25. November 1879 in Madras M. Eyber. Gehring übergab im Herbst 1881 Kumbakonam an Wannske und ging nach Rangoon (Burma, heute Myanmar). Dort gab es seit 1878 eine wachsende lutherische tamilische Gemeinde.

Ende 1883 kehrte Gehring nach Madras zurück und übernahm im März 1884 Pudukota (heute Pudokkottai), im April 1886 Trichinopoly (heute Tiruchirapalli). Er wurde Direktor des Seminars in Porayar und Mitglied des Kirchenrats. Er vertrat von Frühjahr 1902 bis Oktober 1903 den beurlaubten Propst. Im März 1903 besuchte er erneut Rangoon zur Visitation.

Gehring schied im April 1904 aus dem indischen Missionsdienst, da seine Frau nicht nach Indien zurück konnte. Er wurde in den heimatlichen Werbedienst berufen und nahm seinen Wohnsitz in Erlangen. Im August 1910 siedelte er nach Leipzig über, um die Herausgabe des Leipziger Missionsblattes zu übernehmen. 1913 wurde er zum Senior ernannt.

Alwin Gehring nahm seine Wohnsitz im Ruhestand in Hartenstein im Erzgebirge und starb dort am 22. April 1936.

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