Klimagerechtigkeit

Als Leipziger Missionswerk (LMW) sind wir auf drei Kontinenten aktiv und stehen in regem Austausch mit unseren Partnern. Die globalen Folgen eines verantwortungslosen Umgangs mit der Umwelt wirken sich negativ auf das Leben der Menschen in unser Partnerkirchen aus. Im pazifischen Raum gibt es die ersten Klimaflüchtlinge durch den Anstieg des Meeresspiegels, auf dem Kilimanjaro in Ostafrika schmilzt der Gletscher und in Tamil Nadu in Südindien wechseln sich immer heftigere Dürren und Überschwemmungen ab. Wir erinnern uns noch gut an die Folgen der Vernachlässigung des Klimaschutzes in der DDR-Zeit und setzen uns auch deshalb dafür ein, dass die gegenwärtigen Bemühungen um einen erfolgreichen Klimaschutz auch den gewünschten Erfolg bringen. So engagiert sich das LMW für die Bewahrung der Schöpfung und unterstützt Umweltaktivisten hierzulande und in den Partnerländern. Wir fordern die Umsetzung vereinbarter gemeinsamer Schritte auf dem Weg zu mehr Klimagerechtigkeit.

3. Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

Am 9. September startet in Bonn, dem Ort der 23. Weltklimakonferenz 2017, der 3. Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit. Die Route endet im polnischen Katowice, wo im Dezember 2018 die 24. Weltklimakonferenz geplant ist. „Geht doch!“ – unter diesem Motto verbinden Menschen verschiedener Konfessionen ihre Freude am Pilgern mit dem Einsatz für Klimagerechtigkeit und Klimaschutz. 

Auf ihrem Weg durch sechs Bundesländer laufen die Pilgerinnen und Pilger vom 11. Oktober bis 4. November durch die beiden Trägerkirchen des Leipziger Missionswerkes. Entlang der Route sind zahlreiche Veranstaltungen vorgesehen.

In Halle findet, anlässlich der Hälfte der Strecke, ein „Klima- und Energietag“ mit einem vielfältigen Programm statt. Mit dabei: die Besichtigung des ersten als Passivhaus gebauten Grundschule in Sachsen-Anhalt, der St. Franziskus. Abends wird das „Gipfeltreffen“ mit Musik, Vortrag und Begegnung abgerundet. 

Das Leipziger Missionswerk lädt am 23. Oktober 18 Uhr zu einem Themenabend zum Klimawandel in Tansania, Indien und Papua-Neuguinea ein. In Meißen und Dresden kommen die Pilger*innen zu Andachten mit dem evangelischen Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und dem katholischen Bischof Heinrich Timmerevers zusammen. 

Es kann als Einzelperson, Familie oder Gruppe einen Tag, eine Woche oder auch die gesamte Strecke mitgepilgert werden. Eingeladen sind Menschen aller Altersstufen, die sich fit genug fühlen, bis zu 25 Kilometer am Tag zurückzulegen. Die Übernachtungsmöglichkeiten werden durch Gemeinden und Gruppen vor Ort organisiert und sind einfach gehalten. Schlafsack und Isomatte müssen mitgebracht werden. Meist werden gastgebende Gemeinden und Gruppen eine Verpflegung anbieten. Um die Kosten zu decken, bitten die Gemeinden vor Ort um eine Spende. 

Die Kosten für An- und Abreise sowie Verpflegung werden von den Teilnehmenden selbst getragen. Da nur eine begrenzte Anzahl von Übernachtungsplätzen bereitsteht, lohnt sich eine frühzeitige Anmeldung. Diese ist unter www.klimapilgern.de/anmeldung möglich.

Das Online-Anmeldeverfahren endet für das Pilgern mit Übernachtung vier Wochen vor Beginn der jeweiligen Teiletappe. Pilgernde für einen Tag können sich bis drei Tage vor Veranstaltungsbeginn – bitte ebenfalls online – anmelden. 

* www.klimapilgern.de