<p>Imponierend finde ich, dass die Leipziger Mission, als sie sich 1836 als ein Werk für die lutherische Kirche gründete, sogleich an die lutherische Kirche in der ganzen Welt dachte und die damals nur durch das gemeinsame Bekenntnis verbundenen lutherischen Kirchen zu gemeinsamer Arbeit einlud, zu praktizierter Gemeinschaft. Damit ist die Leipziger Mission die erste Wurzel, aus der viel später der „Lutherische Weltbund“ entstanden ist. Das lutherische Bekenntnis, das man zur Basis der eigenen Arbeit erklärte, engte den Blick nicht ein, sondern öffnete ihn.</p>

Imponierend finde ich, dass die Leipziger Mission, als sie sich 1836 als ein Werk für die lutherische Kirche gründete, sogleich an die lutherische Kirche in der ganzen Welt dachte und die damals nur durch das gemeinsame Bekenntnis verbundenen lutherischen Kirchen zu gemeinsamer Arbeit einlud, zu praktizierter Gemeinschaft. Damit ist die Leipziger Mission die erste Wurzel, aus der viel später der „Lutherische Weltbund“ entstanden ist. Das lutherische Bekenntnis, das man zur Basis der eigenen Arbeit erklärte, engte den Blick nicht ein, sondern öffnete ihn.

Prof. Dr. Volker Stolle, Kirchenhistoriker, Mannheim

Herzlich Willkommen

Mission in Mitteldeutschland. Als Missionswerk reicht unser Netzwerk über vier Kontinente: Asien, Ozeanien, Afrika und Europa. Ja, auch Deutschland ist Teil des Netzwerkes der Leipziger Mission, und zwar nicht nur mit Blick auf die finanzielle Geberseite, sondern auch mit Blick auf den Ort, an dem Mission geschieht. So erfüllen wir den mittlerweile schon alten ökumenischen Slogan „Mission in sechs Kontinenten“ (Weltmissionskonferenz Mexiko City 1963). – Aber halt: Auch das ist falsch! Erinnern Sie sich noch an die Spende aus Tansania für die von der Elbeflut betroffenen Menschen 2013? Vor kurzem fragte ein hochrangiger tansanischer Besucher, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, dass sich seine Kirche an der Finanzierung der Arbeit der Leipziger Mission beteiligt … Mission in Mitteldeutschland, finanziert vom Netzwerk der Leipziger Mission aus vier Kontinenten, rückt in greifbare Nähe.

Warum überhaupt tun wir das alles? Warum engagieren wir uns in der Leipziger Mission? Warum ist uns wichtig, was in der Welt geschieht und wie sie sich entwickelt? „Weil Gottes Welt allen gehört!“ – auf diese Weise haben wir das Motto „Hin zum Leben“ entfaltet. Deshalb stellen wir unsere inhaltliche Arbeit 2019 unter die Verheißung „Hin zum Leben – … weil Gottes Welt allen gehört!“ Inspiriert hat uns dabei der Titel der Missionserklärung des Ökumenischen Rats der Kirchen 2012/2013 „Gemeinsam für das Leben“. Wenn wir darin die „Welt“ ganz besonders betonen, so denken wir dabei vor allem auch an den 3. Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit, der uns von 2018 her bis Anfang 2019 beschäftigt.

Die Frage, wie Leben gelingt, was notwendig ist für die Wahrung der Menschenwürde und wie marginalisierte Menschen aus den Todeszonen unserer Welt heraus kommen: Darum geht es in der Arbeit der Kirchen in Europa, Afrika, Ozeanien und Asien. In dieser Perspektive wird 2019 das 100-jährige Jubiläum der Tamilischen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Indien unser Länderschwerpunkt sein.