Ewald Ovir

geb.1873 , gest.1896

Ewald Ovir kam am 18. Februar 1873 in Jaggowall in Estland (damals Kaiserreich Russland) als fünftes von sieben Kindern eines Landwirts und Gutsverwalters zur Welt.

Er besuchte von 1883 bis 1890 das Gouvernements-Gymnasium in Reval und wurde dann Hauslehrer. Die Ausbildung erfolgte unter schwierigen finanziellen Verhältnissen und nach dem Tod der Mutter getrennt von der Familie, worunter Ovir auch gesundheitlich sehr litt. Durch einen Arzt bekam er Kontakt zur äußeren Mission.

Am 30. November 1891 trat er in das Leipziger Missionsseminar ein. Er bestand am 28. März 1895 die Abgangsprüfung und wurde am 2. Juni 1895 in Leipzig ordiniert.

Am 5. Juni 1895 wurde Ovir zusammen mit Missionar Segebrock in die Dschaggamission nach Deutschostafrika abgeordnet. Er landete am 10. August 1895 in Mombasa und kam am 21. September 1895 in Madschame (heute Machame) an, wo er zusammen mit Missionar Müller arbeitete.

Er brach am 13. Oktober 1896 mit Missionar Segebrock zum Meru auf, wo sie eine Station in Usangi/Nordpare gründen wollten. Beide wurden in der Nacht zum 20. Oktober 1896 im Zusammenhang mit Unruhen, die sich gegen die Besetzung des Landes durch die deutsche Kolonialmacht richteten, durch Einheimische ermordet. In der Folge kam es zu mehrjährigen bewaffneten Auseinandersetzungen in der Region.

««« zurück