Carl Ochs

geb.1812 , gest.1873

Carl Ochs (in anderen Quellen auch: Christian Karl Ernst Ochs) wurde am 10. Februar 1812 in Creglingen, Württemberg als Pfarrerssohn geboren.

Er trat, aus der unierten Missionsanstalt Hamburg kommend, 1838 in das Dresdner Missionsseminar ein. Am 9. Mai 1842 wurde er in Dresden nach Südindien ausgesendet.

Ochs erreichte Tranquebar (heute Tharangambadi )am 3. Januar 1843 und hielt am 2. Juli 1843 in Porayar seine erste tamulischsprachige Predigt. Am 2. Februar 1845 übernahm er zusammen mit Missionar Cordes die Station Mayavaram (heute Mayiladuthurai).

Ochs ehelichte am 1. Januar 1847 Sarah Walton, die Tochter eines Londoner Missionars.

Am 12. Dezember 1847 gründete er die Mädchenwaisenschule in Mayavaram.

Ochs verlangte am 8. Februar 1854, dass Kandidat Nallatambi mit seiner Kaste und damit mit den tiefverwurzelten gesellschaftlichen Strukturen breche, indem er mit den Missionaren esse.

Er wurde so zum Urheber des Kastenstreites. Aus diesem Grund trat er aus der Leipziger Mission aus, die in dieser Hinsicht eine liberalere Stellung bezog und von keinem Gläubigen den Austritt aus seiner Kaste verlangte.

Ochs gründete am 20. Juli 1861 Bethanien in Pattampakam bei Cuddalore als erste Station der „Mission ohne Kaste“ und arbeitete dort bis zu seinem Tode am 16. November 1873. Er verfasste einige Schriften über das Kastenproblem.

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