Weltwärts von Süd nach Nord

Freiwillige aus Indien

In diesem Jahr bekommt das Freiwilligenprogramm des LMW eine neue Komponente. Seit 1994 vermittelt das LMW Freiwillige in seine Partnerkirchen nach Tansania, Indien und Papua-Neuguinea. Nun geht es nicht mehr länger nur in Richtung Nord-Süd, sondern erstmals von Süd nach Nord – besser gesagt von Südost nach Nordwest.

Für Susann Küster, Referentin für das Freiwilligen- und internationale Jugendprogramme des LMW, wird dieser Schritt höchste Zeit: „Nach zwanzig Jahren, in denen wir Freiwillige von hier in unsere Partnerkirchen entsenden, sind nun auch wir mal dran, Gastgebende zu sein.“ 

Am Sonntag, 6. April 2014, werden E. Esther Christy Rubini und Praisy Jebaseeli aus dem südostindischen Bundesstaat Tamil Nadu in Leipzig ankommen. Im Rahmen des sogenannten Reverseprogramms des vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanzierten Freiwilligendienstes „weltwärts“ werden die beiden 23-jährigen Inderinnen für zwölf Monate in der Wohnstätte „Katharina von Bora“ des Diakonischen Werkes Innere Mission Leipzig e.V. in Markkleeberg mitarbeiten. Dort wird insgesamt 48 Menschen mit geistigen oder mehrfachen Behinderungen ein Zuhause geboten. 

Nach Einführungstagen im Leipziger Missionshaus werden sie ihre Einsatzstelle besuchen. Beide werden den in der Wohnstätte üblichen Dienst an Menschen mit Behinderungen kennenlernen und später in der Pflege und Tagesbeschäftigung assistieren. 

Am Sonntag, 13. April, werden die beiden Freiwilligen in einem Gottesdienst in der Marienkirche in Leipzig-Stötteritz willkommen geheißen. 

E. Esther Christy Rubini hat bereits von 1995 bis 2000 mit ihren Eltern in Deutschland gelebt. In Indien studiert die junge Frau auf Lehramt, mit dem Ziel Deutschlehrerin zu werden. Praisy Jebaseeli ist Softwareentwicklerin und hat im vergangenen Jahr ihr Masterstudium an der Universität von Thanjavur abgeschlossen.

 

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