Süd-Nord-Freiwillige angekommen

Am 4. April stiegen die vier tansanischen Freiwilligen erwartungsvoll aus dem Flugzeug in Leipzig. Was sie zunächst erwartete, war eine intensive Befragung durch Mitarbeitende der Zollbehörde. Denn auch ein gültiges Visum ist noch keine Garantie für eine Einreisegenehmigung. Dabei zeigte sich wieder einmal, wie wenig die Beamten über kirchliche Zusammenhänge wissen und wie skeptisch sie bei derlei Einladungen sind. Schon einmal war ein LMW-Mitarbeiter als „der vom Evangelium“ begrüßt worden ...

Am 8. April konnten schließlich auch die beiden indischen Freiwilligen begrüßt werden. Ihr Flug musste wegen einer verspäteten Visumsausgabe verschoben werden.

So wurde auch die vom Freiwilligenreferat gute geplante Vorbereitungswoche durcheinander gebracht. Diese endete aber trotzdem am Freitagnachmittag mit einem Willkommensfest für alle sechs Süd-Nord-Freiwilligen im Missionshaus mit vielen am Programm Beteiligten – Einsatzstellenleitende, Mentorinnen und Mentoren, Freunde und Familien. Am darauffolgenden Sonntag konnten schlussendlich doch noch alle wie vorgesehen in ihren gastgebenden Kirchgemeinden im Rahmen des Gottesdienstes vorgestellt und willkommen geheißen werden.

Joan Princess Meeriam (24) und Benjamin Jebaraj  (22) aus Tamil Nadu im Südosten Indiens sowie Wilfred Megiroo (26) aus Arusha in der tansanischen Nordzentral-Diözese wohnen im Evangelischen Studienhaus in Leipzig-Stötteritz. Joan, die einen Abschluss in Medizintechnik hat, arbeitet in der Wohnstätte „Katharina von Bora“ in Markkleeberg. Benjamin studierte in Chennai Community Development (Kommunale Entwicklung) und Soziale Arbeit. Er wird in der Wohnstätte „Heinz Wagner“ in Leipzig mithelfen. Beide Einrichtungen betreuen Menschen mit Behinderungen und gehören zum Diakonischen Werk Leipzig, mit dem bereits seit zwei Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit in der Freiwilligenarbeit besteht. Wilfred kümmert sich gemeinsam mit seinen Kolleginnen um die Kinder im Nathanael-Kindergarten in Leipzig-Lindenau. Er studierte in Tansania Öffentliche Verwaltung. Elias Mbise (26) aus der Meru-Diözese war bisher als Reiseleiter in Nationalparks aktiv. Er unterstützt in diesem Jahr die Kirchgemeinde Leipzig-Connewitz, vor allem auf dem kirchlichen Friedhof.

Erstmals kommen in diesem Jahr LMW-Freiwillige auch außerhalb von Leipzig zum Einsatz. Auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland wird Emmanuel Fihavango  (24) aus der Süd-Diözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT) in der Evangelischen Grundschule Magdeburg mithelfen. Emmanuel bringt einen Bachelorabschluss in Ländlicher Entwicklung mit.

Rahel Mosha (28) aus Moshi in der Nord-Diözese bringt ihre Erfahrungen als ausgebildete Montessori-Erzieherin im Evangelisch-Lutherischen Kindergarten in Marienberg ein. 

Die Freiwilligen werden während ihrer Zeit vom Freiwilligenreferat des LMW sowie Mentorinnen und Mentoren in den Einsatzstellen begleitet. Finanziert wird der Freiwilligendienst über das Incoming-Programm von weltwärts, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bezahlt wird. Das LMW erhielt für seine Freiwilligenarbeit im vergangenen Jahr das Qualitätsiegel Quifd.

 

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