Dr. Niels-Peter Moritzen verstorben

(Leipzig, 15.06.2017). Am 13. Juni 2017 ist Dr. Niels-Peter Moritzen in Erlangen im Alter von 89 Jahren verstorben. 

Fast ein Vierteljahrhundert, von 1976 bis zu seiner Emeritierung 1993, prägte er als Theologieprofessor den Lehrstuhl für Religions- und Missionswissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er beobachtete, begleitete und beschrieb die Entwicklung von Mission und Missionstheologie.

Die Missionsgeschichte gehörte neben der Geschichte des Christentums in Indien zu seinen Arbeits- und Interessensschwerpunkten. Seine Publikationsliste umfasst über vierhundert Titel. Einige davon sind Standardwerke wie das 1975 von ihm herausgegebene „Lexikon zur Weltmission“.

1986 veröffentlichte er auf Bitte und Anregung der Leipziger Mission im Verlag der Ev.-Luth. Mission Erlangen den Jubiläumsband „Werkzeug Gottes in der Welt. Leipziger Mission 1836 – 1936 – 1986". Es ist bis heute das letzte Überblickswerk, das zur Geschichte unseres Werkes erschienen ist. Damit bildet es eine unverzichtbare Quelle für die Zeit der Leipziger Mission zwischen dem Zweitem Weltkrieg bis kurz vor der Wiedervereinigung.

Wochenlang studierte Niels-Peter Moritzen die Quellen im Leipziger Missionshaus und war ein „lieber Gast“ bei der Familie des Missionsdirektors Joachim Schlegel.

Mit ihm verlieren wir nicht nur einen profunden Kenner der Geschichte unseres Werkes, sondern auch einen treuen Unterstützer unseres Freundes- und Förderkreises.

Niels-Peter Moritzen und seine Frau Ruth, die knapp zwei Wochen vor ihm heimgerufen wurde, waren eng mit den Partnerkirchen des Leipziger Missionswerkes, insbesondere der theologischen Ausbildungsstätte im tansanischen Makumira, verbunden.

 

««« zurück