Ziegenbalghaus eröffnet

Feier in Tranquebar

(FS) Ein Jahr nach dem offiziellen Projektstart ist ein großer Schritt in Richtung Ziegenbalg-Museum in Tharangambadi (Tranquebar) in Tamil Nadu in Südostindien getan. Das von den Franckeschen Stiftungen initiierte Projekt zur Errichtung eines Museums zur Geschichte des interkulturellen Dialogs zwischen Indien und Europa feiert am 15. Juli 2017 die Eröffnung des restaurierten Gebäudes, das vor 300 Jahren als Wohnhaus des Francke-Schülers und halleschen Missionars Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719) diente. 

Die Franckeschen Stiftungen betreiben dieses internationale Museumsprojekt seit 2012 und haben dafür mehrere Partner aus Deutschland und Indien – unter anderem das Leipziger Missionswerk – ins Boot geholt. In vier Arbeitsphasen wurden die Restaurierungsmaßnahmen denkmalgerecht und mit regionalen Baumaterialien von der indischen Denkmalschutzorganisation INTACH (Indian National Trust of Art and Cultural Heritage) umgesetzt. Die finanziellen Mittel für die Baumaßnahmen konnten dank der Zuwendung von 50.000 Euro vom Auswärtigen Amt und der Unterstützung durch die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche in Deutschland gedeckt werden. 

Die Basisausstellung haben die Franckeschen Stiftungen zur Verfügung gestellt. Den Besucherinnen und Besuchern werden auf Schautafeln erste Einblicke in Geschichte der Dänisch-Halleschen Mission und der Druckkunst in Indien geboten, die erst durch die halleschen Missionare in Indien Verbreitung fand. Zu den wertvollsten Ausstellungsstücken zählt eine original erhaltene Druckerpresse aus dem Jahr 1834. Aber auch historische Abbildungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert aus dem Archiv der Franckeschen Stiftungen und des Leipziger Missionswerkes werden präsentiert. Das Museum soll im weiteren Projektverlauf zu einem deutsch-indischen Studienzentrum ausgebaut werden.

* www.facebook.com/ziegenbalg

Bild: Moritz Strauven

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