Nachruf Pfarrer i.R. Klaus Poppitz

Wir trauern um Pfarrer i.R. Klaus Poppitz, der am 4. Dezember 2018 in Leipzig verstarb.

Klaus Poppitz wurde am 14. März 1937 geboren. Nach seinem Dienst als Gemeindepfarrer in Freiberg wurde er 1974 nach Leipzig berufen, um als Missionsinspektor und später als Referent das Papua-Neuguinea-Referat der Leipziger Mission zu leiten. Außerdem fungierte er als 1. Stellvertreter des Direktors. Diese Aufgaben begleitete er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2000. 

Klaus Poppitz prägte über mehrere Jahrzehnte die Arbeit am Missionswerk. Über lange Strecken geschah dies noch in der Zeit der DDR unter erschwerten Bedingungen. Trotzdem gelang es ihm, die Anliegen der Mission (auch hinter dem „Eisernen Vorhang“) in die Gemeinden hineinzutragen. 

Viele erinnern sich noch an die bewegenden Vorträge, die er zur Partnerschaftsarbeit mit Papua-Neuguinea aber auch zu anderen relevanten missionstheologischen und missionsgeschichtlichen Themen hielt. In der Bildungsarbeit spielten vor allen auch die Vorbereitungen und Durchführungen der Familienseminare eine große Rolle, deren Format Klaus Poppitz und seine Frau selbst mit entwickelten und in deren Gestaltung sie über die Jahrzehnte viele Impulse setzten. Alle Generationen (von Kindern bis Großeltern) wurden so an aktuelle Fragen von Partnerschaft, Mission und Entwicklungsgerechtigkeit herangeführt. Mit großer Freude und Engagement widmete sich Klaus Poppitz der Begleitung von Gästen, die besonders nach 1989 wieder verstärkt die Leipziger Mission besuchten.

Seine Mitgestaltung des Werkes auf dem Weg zum eingetragenen Verein (1993) war stets gefragt und beanspruchte in diesen Jahren einen Großteil seiner Zeit und Energie.

Durch seine Dienstreisen in den Pazifik blieb und bleibt er auch vielen Partnern in Neuguinea in lebendiger Erinnerung. Er begleitete Leipziger Mitarbeitende, brachte Projekte auf den Weg und bereicherte Konferenzen und Konsultationen durch seine Leipziger Perspektive.

Am 1. April 2000 wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Trotzdem blieb ihm die Partnerkirche in Papua-Neuguinea ein Herzensanliegen bis zu seinem Lebensende.

Der Wochenspruch in der 1. Adventswoche lautete: 

Siehe Dein König kommt zu Dir, ein gerechter und ein Helfer (Sacharja 9,9)

Möge ihm der Herr über Leben und Tod ewigen Frieden schenken!

Pfarrer Hans-Gerog Tannhäuser, Asien/Pazifik-Referent

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