Verschuldung in Asien und im Pazifik

Treibt China die Region in die Schuldenfalle?

122 Länder im Globalen Süden sind kritisch verschuldet. Zu einem der wichtigsten Gläubiger hat sich in den vergangenen Jahren die Volksrepublik China entwickelt. Sie vergibt in großem Stil Kredite an ärmere Länder, mit denen diese dringend benötigte Infrastruktur ausbauen können. Doch die chinesischen Investitionen zum Ausbau der „Neuen Seidenstraße“ verschärfen auch viele Probleme. 25 der kritisch verschuldeten Länder liegen in Asien und Ozeanien. Die Verschuldungssituation dieser Länder und die Faktoren, die die Gefahr der Überschuldung besonders akut machen, sind dabei vielfältiger als in anderen Weltregionen.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Malina Stutz hat sich intensiv mit der Rolle Chinas als Kreditgeber befasst und gemeinsam mit Jürgen Kaiser vom deutschen Entschuldungsbündnis erlassjahr.de im Oktober die Studie „China als Gläubiger von Staaten im Globalen Süden – Anti-imperialistische Solidarität oder moderne Schuldenfalle?“ (Erlassjahr.de-Fachinfo) veröffentlicht.

Rodolfo Lahoy, politischer Referent bei IBON International von den Philippinen, ist einer von drei Schuldenbotschaftern von erlassjahr.de im Jahr 2019. In seinem Vortrag wird er folgende Fragen diskutieren: Treibt China asiatische Länder in die „Schuldenfalle“? Wie gehen überschuldete Länder in Asien mit der Schuldenkrise um? Wie bewertet die asiatische Zivilgesellschaft die Investitionen Chinas sowie die Rolle anderer Akteure?

 

Leitung: Christine Müller, Arbeitsstelle Eine Welt in der E.-Luth. Landeskirche Sachsens; Antje Lanzendorf, LMW-Öffentlichkeitsarbeit

Referent*innen: Malina Stutz, Wirtschaftswissenschaftlerin, Siegen; Rodolfo Lahoy, politischer Referent bei IBON International, Quezon City, Philippinen

Kooperationspartner: Volkshochschule Leipzig, Arbeitsstelle Eine Welt, Leipziger Missionswerk, Eine Welt e.V. Leipzig, erlassjahr.de

 

 

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