Geschichtsvergessen oder opportun? Wenn wir heute über 'Kolonialismus' sprechen

In der Reihe „Johannas Grüner Salon“ kann am Dienstag, 4. Februar 2020, 19:30 Uhr, kritisch darüber diskutiert werden, wie wir heute mit historisch geprägten Begriffen umgehen. „Geschichtsvergessen oder opportun? Wenn wir heute über 'Kolonialismus' sprechen." , lautet das Thema.

Kolonialismus hat vor allem mit Herrschaftsbeziehung zu tun – ausgehend vor 500 Jahren von europäischen Staaten und Kirchen und bis in die heutige Zeit wirkend. Damit verbunden sind Gegensatzpaare und Stereotypen, wie Modernität versus Entwicklung, Rationalität versus Natürlichkeit oder Christen versus Heiden. Zugleich gibt es in der Museums- und Kulturszene und auch in den weltweiten Kirchendachverbänden Bestrebungen, diese Dialektik aufzubrechen. Bewohnerinnen und Bewohner ehemaliger Kolonien erzählen zudem von individuellen Erfahrungen, die nochmals neue Kategorien eröffnen.

 Die öffentliche Debatte zu all dem ist längst in Gang gekommen. Für den Austausch hier wurde das Restaurant „Johannas Colonialwaren“ bewusst als Ort gewählt. Mit Moderatorin Katrin Fischer diskutieren Ravinder Salooja, Direktor des Leipziger Missionswerks, Justus Ulbricht, Historiker, und Superintendent Christian Behr. Der Eintritt ist frei.

Über den Salon: An der Idee der Debatte – im Sinne einer gepflegten, aber doch kontroversen Diskussion – setzen wir mit dem Format „Johannas Grüner Salon“ an. Es geht darum, Menschen, die ein öffentlich relevantes Thema besetzen, zu „Johannas Colonialwaren“ an Neumarkt einzuladen, um mit ca. 40 Dresdnerinnen und Dresdnern eben dieses Thema zu diskutieren. Unterschiedliche Meinungen sind dezidiert erwünscht. Im Idealfall gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „intellektuell gestärkt“ und „emotional bewegt“ nach Haus und behalten den Abend in schöner Erinnerung. Anmeldung unter 0176/87 98 48 93.

 

 

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