<p>Imponierend finde ich, dass die Leipziger Mission, als sie sich 1836 als ein Werk für die lutherische Kirche gründete, sogleich an die lutherische Kirche in der ganzen Welt dachte und die damals nur durch das gemeinsame Bekenntnis verbundenen lutherischen Kirchen zu gemeinsamer Arbeit einlud, zu praktizierter Gemeinschaft. Damit ist die Leipziger Mission die erste Wurzel, aus der viel später der „Lutherische Weltbund“ entstanden ist. Das lutherische Bekenntnis, das man zur Basis der eigenen Arbeit erklärte, engte den Blick nicht ein, sondern öffnete ihn.</p>

Imponierend finde ich, dass die Leipziger Mission, als sie sich 1836 als ein Werk für die lutherische Kirche gründete, sogleich an die lutherische Kirche in der ganzen Welt dachte und die damals nur durch das gemeinsame Bekenntnis verbundenen lutherischen Kirchen zu gemeinsamer Arbeit einlud, zu praktizierter Gemeinschaft. Damit ist die Leipziger Mission die erste Wurzel, aus der viel später der „Lutherische Weltbund“ entstanden ist. Das lutherische Bekenntnis, das man zur Basis der eigenen Arbeit erklärte, engte den Blick nicht ein, sondern öffnete ihn.

Prof. Dr. Volker Stolle, Kirchenhistoriker, Mannheim

Herzlich Willkommen

„Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust; ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewusst.“ Mit diesen Worten Paul Gerhardts laden wir Sie herzlich ein, sich in Bewegung setzen zu lassen. Für 2012 bieten wir eine Vielzahl von Angeboten, die vertiefen sollen, was mit dem Leipziger Missionswerk seit 176 Jahren „auf Erden kund“ getan wird. Sei es das gemeinsame Diskutieren in Seminaren und auf Tagungen, die ausgelassene Freude des „Herzens Lust“ auf Festen und Begegnungsveranstaltungen, das Lernen durch Vorträge und Sprachkurse oder die Vorbereitung auf einen Dienst mit dem Leipziger Missionswerk. In all dem wird es darum gehen, sich zu vergewissern und miteinander zu teilen, „was uns von Gott bewusst“ ist.
Die Erfahrungen, die wir mit unseren Partnern in Indien, Tansania und Papua-Neuguinea machen, begleiten uns in der Durchführung des Jahresprogramms als Anregung in diesem Bewusstseins­prozess und werden an manchen Stellen auch kritisch reflektiert werden. Ein Teil unseres Jahresprogramms nimmt das Thema der Lutherdekade für 2012 „Reformation und Musik“ auf. So lautet das Thema des Jahresfestes in diesem Jahr: „Mission: Auch Musik bewegt!“ Musikalische Traditionen aus Deutschland und musikalisch andere Wege aus dem Bereich unserer Partnerkirchen werden im Jahresfest, aber auch in einigen anderen Angeboten zueinander in Beziehung gesetzt.
Lassen Sie sich in Bewegung setzen oder um es noch einmal mit Worten Paul Gerhardts aus dem bereits eingangs genannten Lied zu sagen: „Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut.“